Blog

Aus der Sitzung des Jugendgemeinderats vom 9. Juni 2018

– Nicht vergessen: Anmeldeschluss für den JGR Kurzfilm-Wettbewerb am 30. Juni 2018 –

Am vergangenen Samstag fand die dritte Sitzung des Jugendgemeinderats in diesem Jahr statt. OBM Dehmer freute sich, dass wieder zahlreiche Jugendliche teilnahmen.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Anmeldefrist für die Einreichung der Kurzfilme zum ausgeschriebenen Wettbewerb am 30. Juni 2018. Bis dahin haben Gruppen oder Einzelpersonen noch Zeit einen kleinen Film zum Thema „Geislingen 2025“ unter dem Link: film.jgr-geislingen.de einzureichen. Eine Kamera mit Stativ zum filmen, kann jederzeit in der JGR-Geschäftsstelle im Rathaus, für eine gewisse Zeit, ausgeliehen werden. Volkan Sayin: „Wir haben das Thema bewusst allgemein gehalten. Es kann ein Film über die Zukunft aber auch über die Gegenwart sein. Filmt euch z. B. an euren Lieblingsorten in Geislingen oder erzählt im Film was ihr regelmäßig gerne in der Stadt unternehmt, wie ihr eure Zeit verbringt oder was euch bewegt und wo es Probleme gibt. Es kann auch eine komplett erfundene Geschichte sein.“ Bedingung ist nur, dass eine Filmlänge von maximal 4 Minuten nicht überschritten wird und der Film in Geislingen an der Steige gedreht wird. Die Jury und die Jugendgemeinderäte freuen sich über viele kreative Kurzfilme!

Mit dem Würfel/Sitzbank-Projekt möchte das Netzwerk Jugendbeteiligung Geislingen bunter machen. In den sozialen Medien, auf den Homepages, usw. werden die Termine zur Mitarbeit in der Werkstatt des Stadtjugendrings rechtzeitig vorher bekannt gegeben. Alle Kinder und Jugendlichen die Lust haben mit anzupacken oder kreativ zu malen, können sehr gerne dazu kommen. Sie können den Jugendgemeinderäten jederzeit eine E-Mail an jgr@geislingen.de oder eine Nachricht auf den Social Media Plattformen schreiben, wenn Fragen da sind oder sie in eine Whatsapp-Gruppe mit aufgenommen werden wollen.

Am diesjährigen Tag der Jugend sind die Jugendgemeinderäte mit einem Info-Stand, Dosenwerfen und der Betreuung der Rollenrutsche am Nachmittag präsent. Am Kinderfest werden die jungen Räte wieder am Umzug mitlaufen und um 14.00 Uhr haben sie einen Auftritt des Zauberers MARV in der Jahnhalle organisiert. Der Eintritt ist frei.

Der Asphaltboden auf dem Tiefgaragen-Bolzplatz wurde erneuert, so dass momentan zumindest keine gefährlichen Stolperfallen oder Löcher mehr im Boden drin sind. Neue Tore mit Basketballkörben wurden schon vor einiger Zeit aufgestellt. Ein Hinweisschild wurde angebracht, das in einfachen Worten und Bildern erklärt, warum leider noch kein Kunstrasenplatz gebaut werden konnte.

Aufgrund geringer Nachfrage und einem Konkurrenz-Angebot der VHS, haben die Jugendgemeinderäte beschlossen, in diesem Jahr keinen Smartphone-Kurs für Senioren anzubieten. Bis zur nächsten Sitzung werden die jungen Räte beraten, ob nach so vielen Jahren Computer- und Tablet-Kursen, mal eine ganz andere Aktion im Rahmen des Projekts „Jung trifft Alt“ mit Senioren durchgeführt werden könnte. Das Wichtigste dabei ist für die Jugendlichen das gegenseitige voneinander lernen.

Im Anschluss an die Sitzung, war eine Ausfahrt nach Schwäbisch Gmünd mit Mitgliedern des Netzwerkes Jugendbeteiligung, OBM Dehmer und Gemeinderäten geplant. Da es dort einen großen Outdoor-Fitnesspark gibt, haben sich die Teilnehmenden Anregungen für die geplante Außenfläche mit Outdoor-Fitnessgeräten am Jugendhaus Tälesbahnhof geholt. In der nächsten Sitzung des Netzwerkes Jugendbeteiligung, am 18. Juni, wird eine Auswahl an Geräten festgelegt und Jugendliche können anschließend darüber abstimmen und entscheiden.

Sehr schade war es, dass kein einziger Gemeinderat zugesagt hat und mitgekommen ist. Die Jugendgemeinderäte hatten sich erhofft, mit diesen über Finanzierungsmöglichkeiten sprechen zu können. Die JGR-Sprecher hatten ja bereits beim Jahresbericht im Februar geäußert, dass sie gerne mehr Kontakt mit den Gemeinderäten hätten. Roman Retsch: „Ich verstehe es nicht und finde es schade, dass uns nicht mal alle Gemeinderäte zurück geschrieben haben. In einem knappen Jahr ist die Kommunalwahl in Geislingen, an der bereits 16-jährige wählen gehen dürfen. Solch ein Verhalten motiviert Jugendliche aber noch weniger zur Wahl zu gehen oder sich politisch zu beteiligen.“

 

Terminvorschau:

Juni / Juli Umsetzung Würfel-/Sitzbankprojekt im Stadtjugendring
22. Juli, JGR Info-Stand am Tag der Jugend (HeGy-Schulhof)
23. Juli, 14.00 Uhr Auftritt Zauberer MARV in der Jahnhalle (Eintritt frei!)
28. Juli, Preisverleihung JGR Kurzfilm-Wettbewerb am Sommernachtskino in der Fuzo

Advertisements

JGR Kurzfilm-Wettbewerb 2018

WAS UNS BEWEGT Geislingen 2025

Wir Jugendgemeinderäte freuen uns, in diesem Jahr einen Kurzfilm-Wettbewerb anbieten zu können. Unter dem Motto „Was uns bewegt – Geislingen 2025“ dürfen Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Schulen, u.v.m. selbstgedrehte Filme mit einer Länge von maximal 4 Minuten einreichen.

Was machst du 2025 in Geislingen? Was bewegt dich aktuell? Sei kreativ und denke dir eine Geschichte aus oder erzähle vom echten Leben in dieser Stadt. Der Film muss passend zum Thema in Geislingen an der Steige gedreht werden.

Nach einmaliger Registrierung, können die Filme über folgenden Link: http://film.jgr-geislingen.de im regio-portal.wiki hochgeladen und somit eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2018.

Nicht zulässig ist natürlich die Verwendung von gewaltverherrlichendem, jugendgefährdendem, diskriminierendem, radikalem und urheberrechtlich geschütztem Material. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eine unabhängige Jury entscheidet über die besten drei Filme aus allen Einsendungen. Die Preisverleihung findet am 28. Juli 2018 im Rahmen des Sommernachtskinos in der Fußgängerzone statt.

Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen! Mit freundlicher Unterstützung der Sponsoren, der Kreissparkasse, der Volksbank und dem Euronics XXL Albmarkt, sowie dem Gloria Kino Center Geislingen, gewinnt der Sieger-Film eine Sondervorstellung im hiesigen Kino für maximal 50 Personen. Der Film auf dem 2. Platz bekommt einen Einkaufsgutschein vom Albmarkt im Wert von 250 €. Der Gewinner auf dem 3. Platz erhält Kinogutscheine für freien Eintritt mit Getränk & Popcorn im Gloria Kino Center Geislingen.

Solltest du kein geeignetes Smartphone oder eine Kamera haben, kannst du dich einfach bei der JGR-Geschäftsstelle im Geislinger Rathaus melden und dort einen Camcorder zum filmen, für eine bestimmte Zeit, ausleihen.

Wir sind sehr gespannt auf die Einsendungen! Eure Jugendgemeinderäte

WO IST DEIN LIEBLINGSPLATZ?

Mein Lieblingsplatz – Geislingen wird bunter –

Das Netzwerk Jugendbeteiligung möchte Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, ihre Ideen für ein bunteres Geislingen in die Tat umzusetzen. Dem Projektantrag, im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben, wurde zugestimmt und das Vorhaben kann somit finanziert werden.

Neben einem ersten Treffen zum Thema Graffiti, wollen die Jugendlichen eine Pflanzaktion starten. Vom städtischen Bauhof wurden dem Netzwerk bereits passende Grünstreifen und Verkehrsinseln in Geislingen genannt, die bunter gestaltet werden dürfen. Die gemeinsame Aussaat der Blumen wird voraussichtlich Ende Mai stattfinden.

Alle Kinder und Jugendlichen die Lust haben mitzumachen, sind herzlich dazu eingeladen. Die genauen Treffpunkte und Uhrzeiten werden noch bekannt gegeben.

Da die Aktion im letzten Jahr so gut angekommen ist, möchte das Netzwerk Jugendbeteiligung das Würfelprojekt mit dem Bau der Sitzbänke ausweiten. Es sollen insgesamt 10 Sitzbänke gebaut und kreativ bemalt werden. JEDER kann hierbei mitmachen, die Treffpunkte und Uhrzeiten werden rechtzeitig vorher bekannt gegeben. Anschließend werden die Sitzbänke, nach Genehmigung der Stadtverwaltung, an den entsprechenden Orten in Geislingen aufgestellt. Und dafür möchten die Mitglieder des Netzwerkes nun alle Kinder und Jugendlichen bitten, ihnen ihre Lieblingsplätze zu melden.

Wo haltet ihr euch gerne auf? Wo findet ihr, sollte in unserer Stadt unbedingt eine Sitzbank aufgestellt werden?

Beschreibt die Stelle genau oder postet ein Foto davon auf geislinger-jugend.de. Gerne könnt ihr auch eine E-Mail an jgr@geislingen.de schicken.

Wir freuen uns auf EURE Beteiligung für ein bunteres Geislingen!

Die Mitglieder des Netzwerkes Jugendbeteiligung

EIN PREIS NACH DEM ANDEREN

Auszeichnung Der Geislinger Jugendgemeinderat wird in Bad Cannstatt für Engagement um die Demokratie vom Landessozialministerium gewürdigt. Von Michael Rahnefeld

Da kann man auf jeden Fall stolz sein“, freut sich Sarah Buchwald, die im Geislinger Rathaus den Jugendgemeinderat betreut. Am Mittwoch war sie zusammen mit acht Jugendgemeinderäten nach Bad Cannstatt gereist, um dort im Jugendhaus „Cann“ den Preis in der Kategorie „Jugend engagiert sich für Demokratie“ abzuholen. Der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha höchstpersönlich war zur Preisverleihung erschienen, in deren Rahmen die Landesjugendbildungspreise vergeben wurden. Unter 100 Projekten hatten sich die Geislinger in die Siegerränge geschoben. Der Preis ist mit 750 Euro dotiert, „die bei einer Studienfahrt des Jugendgemeinderates im Herbst nach Berlin sicher gut gebraucht werden können“, sagt Sarah Buchwald schmunzelnd.

Die Auszeichnung erhielten die Geislinger Jugendgemeinderäte für ihr außerordentliches und unermüdliches Engagement in der Stadt. Besonders hervorgehoben wird in einer Sonderbroschüre zur Preisverleihung vom Sozialministerium die Erstwählerkampagne zur Kommunalwahl ab 16 sowie das Projekt „Jung trifft Alt“ mit dem Geislinger Stadtseniorenrat. Dabei werden ganz praktische Dinge angegangen, so wurden beispielsweise schon Sitzbänke gebaut und seit vielen Jahren unter Regie von Jürgen Wahr vom Stadtseniorenrat Computer- und Tabletkurse für ältere Menschen durchgeführt (wir berichteten).

Die Geislinger Jugendgemeinderäte räumen, was Preisverleihungen angeht, derzeit ganz gut ab. Erst im Herbst gab’s für die Sprecher des Gremiums den Bürgerpreis auf Kreisebene. 1000 Euro von der Kreissparkasse Göppingen durften die vier Jugendlichen damals von Schloss Filseck mitnehmen. Beim Jugendarbeitsgrammy, verliehen durch die Delegiertenversammlung des Kreisjugendrings Göppingen, gingen 500 Euro Preisgeld an den Geislinger Jugendgemeinderat „für herausragenden Einsatz in der Jugendarbeit“ (wir berichteten über beide Auszeichnungen). Und gestern nun die neuerliche Ehrung.

Die Geislinger CDU-Abgeordnete Nicole Razavi freut sich mit den Preisträgern: „Ich gratuliere unseren Geislinger Jugendgemeinderäten ganz herzlich zu dieser tollen Anerkennung für ihre Arbeit“, sagte Razavi laut Pressemitteilung nach der Preisverleihung. „Unter 100 Projekten ganz vorne zu landen, das ist eine klasse Leistung und ein herausragendes Beispiel für außerschulische Jugendbildung. Unsere Jugendgemeinderätinnen und -räte sind mit ihrer Begeisterungsfähigkeit für Politik Vorbilder für Jung und Alt und gestalten in vorbildlicher Weise ihre eigene Zukunft mit.“ Und Razavi sieht mit der Auszeichnung bewiesen: „Wenn momentan oft und zu Recht davon gesprochen wird, dass sich viele Menschen von der Politik abwenden und man nicht mehr miteinander spricht, dann kann man an diesem Beispiel sehen: Das ist nicht überall der Fall.“ Es gäbe sie noch, diejenigen, denen Dialog und Einsatz etwas wert sind. So funktioniere wertvolles Engagement und gelebte Demokratie, loben sowohl Razavi als auch der Göppinger Grünen-Abgeordnete Alex Maier.

Bericht: Geislinger Zeitung

PROBLEMLAGE: BOLZPLÄTZE

Im August 2015 informierten die jungen Räte das Stadtplanungsamt zum ersten Mal über die dringende Sanierung einiger Bolzplätze in Geislingen. Bis heute hat sich leider nicht viel getan.

Über die Sanierung des Bolzplatzes auf der Tiefgarage in der Vorderen Siedlung sind die Jugendgemeinderäte sehr enttäuscht. Hier hatten sie vor Ort Umfragen gemacht und haben sich mit dem Stadtplanungsamt und OB Dehmer im Ratsaal getroffen, um die genaue Gestaltung und die Anbringung eines Kunstrasenplatzes mit Basketballfeld zu besprechen. Die Sanierung der Tiefgarage wurde von der GSW nicht für zwingend notwendig erachtet und auf unbestimmte Zeit verschoben. Solange die Tiefgarage nicht saniert wird, ist es nicht sinnvoll einen teuren Bolzplatz darauf zu bauen. Versprochen wurde dem JGR, dass ein Info-Schild vor Ort aufstellt wird, welches die großen und kleinen Bürger informiert und erklärt, warum der Kunstrasen vorerst doch nicht kommt. Da es im unteren Stadtteil von Geislingen keinen, frei zugänglichen und sanierten Bolzplatz mehr für Kinder & Jugendliche gibt und viele über den Zaun beim SV Glück Auf klettern, wurde besprochen, den Multifunktionsplatz am Jugendhaus Tälesbahnhof aus der großen Projektmaßnahme vor Ort raus zu nehmen und so schnell wie möglich zu errichten. Dem JGR ist es ein großes Anliegen, dass dies auch so durchgeführt wird.

Nicht einverstanden sind die Jugendgemeinderäte mit der Auskunft des Gemeinderates bezüglich der Sanierung des Bolzplatzes im Stadtpark. Vor 2020 soll hier gar nichts passieren und ob der Platz 2020 saniert wird oder ob dies noch länger dauert, wurde dem JGR nicht eindeutig mitgeteilt. Das Stadtplanungsamt würde zusätzlich zum Bolzplatz, einen Basketballplatz und einen überdachten Jugendtreff bauen lassen.

In den Augen der Jugendgemeinderäte ist der Stadtpark ein tolles Aushängeschild für Geislingen, zur Erholung in der Stadt mit Biergarten und in Nähe des Bahnhofs, der Hochschule, der Fußgängerzone bzw. den Fabrikverkäufen. Die jungen Räte verstehen nicht, warum die Sanierung gerade dieses Platzes noch so lange hinausgezögert werden muss.

JUGENDARBEITS-GRÄMMY FÜR JGR

Für herausragende Jugendarbeit im ganzen Landkreis Göppingen, gewinnt der Geislinger Jugendgemeinderat den Jugendarbeits-Grämmy. Verliehen wurde der Preis vom Kreisjugendring Göppingen e. V. im Freizeitzentrum Bergfeld. Dotiert ist dieser mit 500 Euro.

Nach der Abstimmung auf der Delegierten-Versammlung im Landratsamt Göppingen wurde es nochmal spannend. Der JGR und das EJW lagen stimmgleich auf dem 1. Platz. Nach einer Diskussion, entschied der KJR-Vorstand kurzerhand, dass beide Einrichtungen den 1. Platz verdient haben und bekommen werden!

 

KRIEGSGRÄBERPFLEGE & VOLKSTRAUERTAG

Am Samstagnachmittag des 21. Oktobers, trafen sich Jugendgemeinderäte mit den Mitgliedern der Reservistenkameradschaft unter Leitung von Rainer Donner auf dem Geislinger Friedhof an den Kriegsgräbern. Die Bepflanzung wurde erneuert, das Unkraut beseitigt, das Kiesbett auf dem Weg bearbeitet und das Laub zusammengerecht .

Die Arbeiten am Denkmal wurden von vielen Besuchern des Friedhofes positiv zu Kenntnis genommen und es kam zu etlichen guten Gesprächen.

Am Vor- und Nachmittag des Volkstrauertages halfen die JGRler der Reservistenkameradschaft auf dem Friedhof Heiligenäcker beim Spenden sammeln für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag fand am 19. November 2017 in der Aussegnungshalle des Friedhofs Heiligenäcker statt.

Der Jugendgemeinderat Max Erhardt hielt die Gedenkrede mit OB Dehmer und beteiligte sich anschließend an der Kranzniederlegung.

SMV-INFOVERANSTALTUNG

Am 5. Oktober 2017 fanden sich insgesamt 102 Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Geislinger Schulen im Schubartsaal des Mehrgenerationenhauses ein.

Vor Ort wurden die Klassensprecher, SMVler, Schülersprecher und einige Verbindungslehrer bereits von den Mitgliedern des Netzwerkes Jugendbeteiligung erwartet.

Nach der Begrüßung durch den Stadtjugendreferenten Klaus Nickel, stellte der Vorsitzende des Stadtjugendrings, Holger Schrag, alle Einrichtungen vor, in denen sich Jugendliche in Geislingen ehrenamtlich beteiligen können. Darunter der Kreisjugendring, der Jugendgemeinderat, das Stadtjugendreferat, das Jugendhaus Maikäferhäusle, die Mobile Jugendarbeit, das Jugendhaus Tälesbahnhof und natürlich der Stadtjugendring.
Er erklärte den wissbegierigen Teilnehmern, worum sich diese Einrichtungen kümmern und welche Projekte, Aktionen und Veranstaltungen sie für Kinder und Jugendliche organisieren.

Außerdem stellte er die Möglichkeit der Online-Beteiligung über www.geislinger-jugend.de vor. Die Schüler können sich dort auch als SMV anmelden und neue Infos aus ihrer Schule posten, Probleme ansprechen oder Ideen einbringen.

Nach einem lustigen Auflockerungsspiel, teilte die pädagogische Mitarbeiterin des Stadtjugendreferats, Alexandra Ruoss einen kurzen Fragebogen zum Thema SMV aus, um herauszufinden ob die SMVler an ihren Schulen ausreichend über ihre Rechte und Pflichten in der SMV informiert werden und welche Aktionen die SMVen an den Schulen durchführen.
Das Regierungspräsidium in Stuttgart lädt einmal im Jahr alle Schulen in Baden-Württemberg zu zentralen SMV-Veranstaltungen ein. Nur eine Handvoll Schüler vor Ort wussten darüber Bescheid. Da die Termine für dieses Jahr noch nicht feststehen, wird Frau Ruoss die Geislinger Schulen nochmal extra darüber informieren.

Zum Schluss, stellten die Sprecherin des Jugendgemeinderats Franziska Mauch und die Leiterin der JGR-Geschäftsstelle, Sarah Buchwald, die Arbeit im Jugendgemeinderat vor.
Auch jetzt im Herbst stehen an einigen Geislinger Schulen wieder JGR-Wahlen an und die zwei erklärten den Teilnehmern der Infoveranstaltung wie die Wahl an der Schule abläuft und welche Aufgaben die SMV hier hat.

Es wurden viele Fragen der Jugendlichen beantwortet und alle wurden mit Info-Mappen, Flyern und Plakaten für ihre Schulen ausgestattet.

Das Netzwerk Jugendbeteiligung möchte in Zukunft jedes Jahr eine solche Veranstaltung für SMVen, Klassen- und Schülersprecher anbieten und auch einmal im Jahr ein Jugendforum. Für das nächste Jugendforum 2018 konnten die Teilnehmer der Infoveranstaltung bereits ihre Ideen und Themenwünsche angeben.

 

WAHL-STRASSE MIT OPEN-AIR-PODIUMSDISKUSSION

Der Jugendgemeinderat hatte die Wahlstraße organisiert, um Jugendliche politisch weiterzubilden. Aufgrund des starken Regens kamen allerdings nur sehr wenige in die Fußgängerzone.

So ruhig es am Samstag bei der Wahlstraße zuging, so hitzig war die Diskussion am Abend im Kapellmühlsaal. Die Moderatoren Victoria Kutek vom Jugendgemeinderat und Ex-Stadtrat Roland Funk hatten nach dem Sinn einer Obergrenze in der Asylpolitik gefragt. Damit entfachten sie zwischen den Zuhörern sowie den Bundestagskandidaten aus dem Landkreis eine heftige Debatte.

Volker Münz (AfD) sprach sich für eine Obergrenze für Flüchtlinge aus und plädierte dafür, auf diese Weise die „Flüchtlingsfrage verantwortungsethisch zu lösen“. Hans-Peter Semmler (FDP) ging einen Schritt zurück, und trat ein für eine Obergrenze für Einwanderer, nicht aber für Flüchtlinge. Je länger die beiden stritten, desto höher schlugen die Emotionen. Auch Hermann Färber (CDU), Heike Baehrens (SPD), Dietrich Burchard (Grüne) und Konstantinos Katevas (Linke) mischten sich ein. Die Stimmung übertrug sich auf das Publikum. Viele erboste Zuhörer ließen die Kandidaten nicht mehr aussprechen. Färber wendete sich bestimmt an sie: „Sie müssen halt mal lernen zuzuhören, auch wenn Sie anderer Meinung sind als ich“, sagte er an die Zurufer gewandt.

Zuvor war die Diskussion im Kapellmühlsaal noch sehr ruhig verlaufen. Angefangen hatte alles mit einer Frage zum Thema Bafög, für dessen Erhöhung sich alle sechs Kandidaten aussprachen. Katevas, der selbst Student ist, witzelte, dass man Bafög nicht bewilligt bekomme, „wenn man einen Großonkel 14. Grades im Kongo hatte, der sich eine Blechhütte leisten konnte“. Semmler setzte sich für ein elternunabhängiges Bafög ein, denn „nicht jeder hat ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern“. Und Burchard kritisierte: „Ein sozialer Ausgleich entsteht nicht, wenn man mit der Gießkanne hergeht und jedem ein bisschen was abgibt.“ Studenten aus einkommensschwächeren Familien müssten eben ein bisschen mehr bekommen, sagte er. Darüber hinaus mahnte Baehrens an, dass Studiengebühren Familien mit schwachem Einkommen belasten.

In der zweiten Runde diskutierten die Kandidaten noch über Digitalisierung und über erneuerbare Energien.

Die Wahlstraße, die der Podiumsdiskussion voranging, war schlecht besucht. Ein Grund dafür könnte das Regenwetter gewesen sein, vermutet Sarah Buchwald. Die Geschäftsführerin des Jugendgemeinderats fand aber, dass die Veranstaltung gut organisiert war und viel dafür geworben wurde. „Natürlich werden wir uns nachbesprechen und überlegen, wie wir unsere politischen Veranstaltungen noch attraktiver für Jugendliche machen können“, sagte sie.

Bericht: Geislinger Zeitung