Geislinger Jugendgemeinderäte blicken hinter die Kulissen des Landtags

Auf Einladung des Kirchheimer SPD Landtagsabgeordneten Andreas Kenner, waren die Jugendgemeinderätinnen und Jugendgemeinderäte in Begleitung der Geschäftsstellenleiterin Sarah Buchwald zu Gast in Stuttgart. Nach der Preisverleihung des Jugendbildungspreises BW Dein Ding, gratulierte Herr Kenner dem Gremium herzlich zur Auszeichnung und bat um einen Austausch, um sich über das herausragende Engagement der Jugendlichen zu informieren.

An der Pforte des Königin-Olga-Baus, wurde die Gruppe von Herrn Roland Bühler (wiss. Mitarbeiter) empfangen und auf die Dachterrasse geführt. Während die Jugendgemeinderäte warteten, da Herr Kenner noch in der Sitzung war, genossen sie den phänomenalen Ausblick auf den Stuttgarter Schlossplatz.

Als Herr Kenner herauskam, begrüßte er die Gruppe herzlich und erklärte die Funktionen der umstehenden Gebäude. Im Sophie-Scholl-Saal durfte Roman Retsch, Sprecher des JGR, die Arbeit des Jugendgemeinderats in Geislingen anhand einer Präsentation vorstellen.

Vor allem die Vorstellung des Netzwerks Jugendbeteiligung begeisterte den Landtagsabgeordneten, da es in Kirchheim momentan leider keinen Jugendgemeinderat oder ein ähnliches Gremium gibt.

Die Jugendlichen diskutierten mit Herrn Kenner ausführlich über das Thema Schule aber auch über Probleme, wie die schlechte Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs und die daraus für Geislingen resultierende touristische und wirtschaftliche Unattraktivität, sowie die hohen Ticketpreise für Schülerinnen und Schüler. Herr Kenner erzählte, seit der Anbindung Kirchheims an die S-Bahn, hat sich die Zahl der Besucher in der Stadt mehr als verdreifacht. Außerdem ist er der Meinung, dass die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Schülerinnen und Schüler kostenlos sein sollte, denn Bildung ist ein Grundrecht und muss jedem zugänglich sein.

Da die anwesenden Jugendgemeinderäte alle auf unterschiedliche Schulen gehen, interessierte Herrn Kenner, ob es oft Streit oder hitzige Diskussionen in den Sitzungen des JGR gäbe. Die Jugendlichen verneinten dies und erklärten, dass es ihnen bei ihrem Engagement um die Sache geht und sie nicht weiterkommen, wenn sie sich ständig untereinander streiten würden. Wenn man sich bei einem Thema mal nicht einig ist, wird am Ende demokratisch darüber abgestimmt. Die Jugendlichen würden sich auch wünschen, dass die Kommunen im Landkreis Göppingen mehr miteinander kommunizieren und z. B. große Veranstaltungen miteinander abstimmen würden. Auch über Ideen wie große Werbebanner von Vereinen oder dem Wochenmarkt, eine Radstation am Geislinger Bahnhof mit Pedelecs zum Ausleihen, Öffnungszeiten der Geschäfte in der Fußgängerzone am Samstag oder ein Payback-System für die Geschäfte der Geislinger Sterne diskutierten die Jugendlichen noch auf der Rückfahrt im Zug.

Herr Kenner war sehr beeindruckt von der Diskussionsfreudigkeit und dem Erkenntnisvermögen der jungen Räte. Zum Abschluss führte er die Gruppe in den Landtag und erklärte den Aufbau des Plenarsaals und den Ablauf einer Sitzung. Die Jugendgemeinderäte bedankten sich herzlich für den tollen Empfang und waren sich einig: „Dieser Ausflug hat sich gelohnt!“. Mit guten Eindrücken ging es am Abend zurück nach Geislingen.

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